Schnäppchenshoppen geht auch nachhaltig
Ein unmäßiger Schnäppchenrausch belastet außerdem die Umwelt. Denn jedes Produkt, das wir kaufen, verursacht beim Produzieren Emissionen. Unnötige Anschaffungen fördern somit die Verschwendung wertvoller Ressourcen.⁵ Umweltorganisationen wie WWF oder Greenpeace sprechen sich daher seit Jahren gegen solche Shoppingaktionstage aus. Inzwischen gibt es auch Geschäfte, die diesen Gedanken aufgenommen haben und stattdessen einen Green Friday anbieten. Manche Händler spenden einen Teil ihrer Einnahmen an gemeinnützige Umweltorganisationen oder investieren ihn in Blühwiesen, andere schließen ihre Filialen am Black Friday komplett und schicken ihre Belegschaft stattdessen als freiwillige Helfer:innen von Umweltprojekten in die Natur.⁶
Noch besser ist es aber, selbst nachhaltig zu agieren:
- Hinterfragen: Brauchen Sie Pullover, Onlinegame oder das neue Geschirr wirklich, oder lassen Sie sich durch den Rabatt zu etwas verleiten? Wer noch einmal innehält, bevor man den Bestellbutton klickt, hat vielleicht eine unnötige Versandaktion und die damit ausgelösten CO2-Emissionen gespart.
- Stationär statt online: Hat man ein wirklich etwas zu einem Superpreis im Netz entdeckt, können Sie vor der Bestellung noch einmal kurz recherchieren, ob es ein ähnliches Angebot bei einem stationären Händler in der Nähe gibt, den man zudem mit grünen Verkehrsmitteln erreichen kann? Dann sind Verpackungsmüll und die Anlieferung gespart.
- Gebraucht ist eine Lösung: Second-Hand-Shops haben ebenfalls oft Black-Friday-Angebote – online wie offline. Also gerne auch die Produktlebensdauer auf diese Weise verlängern. Eine andere nachhaltige Alternative zum Kauf sind Sharing- oder Mietangebote.
- Selbst spenden: Schließlich kann man auch einen Teil seiner Black-Friday-Ersparnis spenden – zum Beispiel an Umweltorganisationen wie zum Beispiel WWF, Greenpeace, NABU oder die Deutsche Umwelthilfe.⁷
Sale-Shopping ja – aber mit Bedacht
Aktionstage wie der Black Friday, Cyber Monday und Singles Day sind wirklich verlockend. Sonderangebote, Megadeals und tolle Chancen überall. Wer gezielt darauf wartet, um ohnehin benötigte Artikel günstiger zu bekommen, darf sich freuen. Erst recht, wenn man vorher nochmal die Preise verglichen hat und sicher ist, dass man keinem Fakeshop aufliegt. Einfach kaufen, um der Schnäppchen willen, ist dagegen weder für den Geldbeutel, noch für den Datenschutz oder die Umwelt wirklich förderlich. Eine Runde länger vor dem Kauf nachdenken, ist daher auf jeden Fall eine gute Idee. In diesem Sinne: Bewusst ran an die Schnäppchen.